Manchmal kann es schon recht anstrengend sein, etwas zu googlen. Anstrengend deshalb, weil man oft nicht umhin kommt, zu scrollen, da die ersten Suchtreffer eigentlich per se von Amazon, Wikipedia oder anderen alt eingesessenen belegt sind. Wenn der gewünschte Begriff zu einer Authority passt, gibts dazu noch jede Menge Sitelinks und die Maus wird weiter belastet. Zu allem Übel muss man sich dann noch mit den Ergebnissen der Universal Search von Google rumärgern. Das alles führt dazu, dass oft im Bildschirm nicht mehr sichtbar ist, was man eigentlich gesucht hat. Dies warf und wirft bei mir viele Fragen auf, die oft auch schon in anderen Blogs diskutiert worden sind.

Zum einen die bei Sistrix diskutierte Frage, ob Google tatsächlich noch die nötige Objektivität hat. In letzter ist mir kaum ein Begriff untergekommen, wo z.B. die Shopping-Ergebnisse von Google nicht irgendwo sinnvoll zwischen den Top 3 auftauchen. Sobald der gesuchte Artikel käuflich zu erwerben ist, tauchen diese auf, und zwar genau zwischen den Positionen, die natürlich am häufigsten geklickt werden. Meiner Meinung nach kann keine Rede davon sein, dass Google diese Seiten ähnlich organisch gewichtet. Sie tauchen entweder überhaupt nicht auf (Gesellschaftsspiele) oder befinden sich direkt über dem ersten Suchtreffer (Gesellschaftsspiel). Ist schon kurios. Wie kann es denn sein, dass Google seine Shoppingergebnisse bei der Suche nach einem Begriff in der Einzahl so stark priorisiert, beim Begriff im Plural dagegen für völlig irrelevant hält? Das passiert zwar nicht bei allen Begriffen, doch aber bei einigen (Digitalkamera z.B. auch noch…).
(Ein Gegenbeispiel, durch puren Zufall gerade entdeckt: Vibrator/Vibratoren, gibts bei Google nicht…. :-) Für alles auch nur annähernd pornolastige scheint die Universal-Search abgestellt zu sein. Ein prüder Haufen, das.) (Wikipedia auch hier übrigens wieder ganz vorn dabei…) Allerdings ist auch keine Einzahl/Mehrzahl-Mechanik zu erkennen, manchmal gibts die Google-Shoppingdinger auch nur bei der Mehrzahl. Man steckt halt nicht drin.

Ein weiteres Phänomen sind eingerückte Suchergebnisse. Da die ersten zehn Treffer oft durch starke Domains belegt sind, die man mittlerweile kennt und die einem doch nicht das Gesuchte liefern, gehöre ich zu den wenigen Nutzern, die gern auch mal auf die zweite oder dritte Seite der Suchergebnisse klickern. Um mir das zu ersparen, lasse ich mir jetzt immer gleich 100 Suchergebnisse anzeigen. Und ich war geschockt, wie hoch der Anteil an eingerückten Treffern ist. Bei der Suche nach “Saeco Odea” z.B. liegt er bei ca. 35-40 %. Also von meinen eigentlich 100 Suchergebnissen, die ich sehen wollte, bleiben auf die Art und Weise nur noch 60 über. Zufällig stellte ich mal wieder zurück, um zu vergleichen, ob das andersrum auch so aussieht. Und siehe da: Google denkt mit, wenn der dahergelaufene Google-User mit seinen 10 Ergebnissen auskommen will, wird auch die Anzahl der eingerückten Treffer drastisch reduziert. Immerhin.
Aber wenn es jetzt, wie Markus berichtete, tatsächlich zur Darstellung von nur noch 7 Suchtreffern kommen sollte, geht aus Nutzersicht ein großer Teil relevanter Ergebnisse verloren und Google gewinnt so wunderbar Platz für noch mehr Universal-Search-Ergebnisse. Ich werd meine Einstellung auf dann wohl 70 Treffer aber behalten, damit ich nach oekotest, fitforfun und brigitte auch die kleinen Shops finde, die mir das gewünschte liefern können :-)

Author: Seopatra - Categories: Google - Tags: ,
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